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im Licht des ukrainischen Unabhängigkeitstags

Eine Eingangstür zu einem tristen Haus ist in den Landesfarben der Ukraine gelb und blau bemalt
Datum:
24. Aug. 2026
Von:
Markus Koch

Heute feiert die Ukraine ihren Unabhängigkeitstag. Ein Tag, der in Zeiten des Krieges eine besondere emotionale Tiefe hat: Er steht für Freiheit, für Durchhalten, für die Hoffnung auf eine Zukunft ohne Gewalt. Mit diesem Gedanken im Herzen blickte die ökumenische Gebetsgruppe  beim Friedensgebet am 19. August auf die Menschen in der Ukraine – und auf alle, die weltweit unter Krieg, Flucht, Dürren und Naturkatastrophen leiden.

Das Leitwort des Abends lautete „Nicht müde werden!“. Es war ein Appell, der sich nicht nur an die politische Lage richtete, sondern an die innere Haltung jedes Einzelnen. Die Begrüßung machte deutlich, wie sehr die Spirale der Gewalt Menschen, Tiere und die gesamte Schöpfung belastet. Das Friedensgebet wollte ein Gegenimpuls sein: ein Ort, an dem wir nicht resignieren, sondern im Vertrauen auf Gott Kraft schöpfen.

Gedichte, die tragen

Die Texte von Hilde Domin prägten die Atmosphäre des Abends. „Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten“ – dieser Gedanke wurde zu einem stillen Leitfaden.

Auch „Nur eine Rose als Stütze“ zeigte, wie zerbrechlich Halt sein kann und wie sehr wir dennoch nach ihm greifen, selbst wenn die Welt ins Schwanken gerät.

Biblischer Impuls

Der Abschnitt aus dem Epheserbrief rief dazu auf, unablässig zu beten. Wachsam bleiben, ausharren, füreinander eintreten – diese Haltung prägte den weiteren Verlauf des Gebets.

Fürbitten, die ehrlich sind

der Text von David Brunner sprach offen über die Müdigkeit im Gebet. Er erinnerte daran, dass Gebet kein Automatismus ist, sondern Ausdruck von Vertrauen. Und wenn die eigene Kraft nicht reicht, dürfen andere stellvertretend beten – bis man selbst wieder Worte findet.

Ein stiller Gruß an die Ukraine

Dass der Unabhängigkeitstag der Ukraine unmittelbar bevorstand, verlieh dem Friedensgebet einen besonderen Klang. Viele Teilnehmende verbanden ihr Gebet mit der Hoffnung, dass Freiheit und Frieden dort und überall wachsen mögen. Der Abend wurde so zu einem stillen Zeichen der Verbundenheit.

Segen und Abschluss

Im Segensgebet wurde darum gebeten, dass Gott unsere Hände und Herzen stärkt, damit wir im Gebet für den Frieden nicht müde werden. Das abschließende Lied „Wohl denen, die noch träumen“ erinnerte daran, dass Hoffnung und Beharrlichkeit zusammengehören.