Schlossplatz & Waldkapelle – Zwei Orte, wo um Frieden gebetet wird

Friedensgebet auf dem Schloßlatz
Trotz sommerlicher Hitze, aber mit einem angenehmen leichten Briese, hat sich die ökumenische Gemeinschaft auch in der vergangenen Woche wieder auf dem Schlossplatz versammelt. Das Gebet stand unter den drei Worten Demut, Bescheidenheit und Glaube – Begriffe, die nicht laut auftreten, aber im Alltag Kraft entfalten.
Gemeinsam wurde ein Gebet gesprochen, das die Wirklichkeit unserer Zeit klar benennt: Krieg, Unfrieden, Gewalt, Hass – nicht fern, sondern spürbar nah. Die Bitten um Frieden, Hoffnung und Liebe waren bewusst schlicht und gerade deshalb stark. Besonders eindrücklich: „Ohne dich, guter Gott, können wir nichts tun.“
Ein Moment der Stille folgte – ein stiller Platz mitten in der Stadt, der für einen Augenblick ruhig wurde.
Die Lesung aus Psalm 37 gab dem Gebet eine klare Richtung: Vertrauen, Geduld, Rechtschaffenheit. Ein Psalm, der daran erinnert, dass Gerechtigkeit nicht durch Lautstärke entsteht, sondern durch Standhaftigkeit.
Zum Abschluss wurde ein Text von Paul Gerhardt gelesen – ein ruhiger Hinweis darauf, dass Stärke im Vertrauen liegt.
Ein Friedensort mit Tradition
Nur einen Tag später führte der Weg zur Waldkapelle nach Kisselbach – ein Ort, der seit vielen Jahren Menschen zusammenbringt, wenn es um Frieden geht.
Im Mittelpunkt steht dort die Gottesmutter Maria, Königin des Friedens. Ihre Verehrung macht die Waldkapelle zu einem Ort, an dem Hoffnung und Bitte um Frieden eine besondere Gestalt bekommen – still, vertraut, getragen.
Zelebrant war Diakon Heribert Schmitz, der die Feier leitete. Die Waldkapelle, umgeben von Natur und Stille, wirkte wie ein Ort, der Frieden atmet, bevor ein Wort gesprochen wird.
Zwei Orte für den Frieden
Das Friedensgebet auf dem Schlossplatz und die Feier an der Waldkapelle könnten unterschiedlicher kaum sein – und doch gehören sie zusammen.
-
Das eine modern, offen, mitten im Alltag.
-
Das andere traditionell, getragen, tief verwurzelt.
-
Beide verbunden durch die Bitte um Frieden – für uns, für die Welt, für alle Menschen.
Frieden braucht Worte. Frieden braucht Orte. Frieden braucht Gemeinschaft.
