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Gemeinsam nach Taizé

evangelische und katholische Jugendliche waren dieses Jahr gemeinsam nach Taizé unterwegs
Datum:
29. Mai 2026
Von:
Lutz Brückner-Heddrich

Jugendliche erproben das Klosterleben

Täglich befassten sich die Jugendlichen mit der Bibel

Knapp 30 junge interessierte Christen aus der Jugendkir(s)che des Ev. Kirchenkreis Simmern-Trarbach und der kath. Pfarrei St. Lydia fuhren über Christi Himmelfahrt nach Taizé, einer ökumenischen Communität in Frankreich. Gemeindereferentin Daria Thoi hatte in den letzten Jahren öfters Fahrten angeboten, während die evangelischen Jugendlichen zum ersten Mal mit dabei waren.

„Taizé ist ein Ort mit meditativen Gesängen, Leben in einfachen Verhältnissen und einer tollen Gemeinschaft“, beschreibt eine Teilnehmerin den Tagesablauf. „Morgens geht es nach dem Schlaf in Baracken oder Zelten erstmal zum Morgengebet. Hier wird immer viel gesungen und aus der Bibel in verschiedenen Sprachen gelesen. Danach stellt man sich in die Schlange zum Frühstück und blickt in viele Gesichter, die sich auf solide Brötchen, aber dafür steinharte Butter und Schokolade freuen. Das verdirbt aber keinem die Laune, denn danach geht es zur Einführung für die Bibelgruppen mit den Ordensbrüdern. Bei uns ließ sich Freire Francois immer viel Überraschendes einfallen, um uns die Bibeltexte anschaulich und interessant zu machen.

auch das gehört zu Taizé - das gemeinschaftliche Arbeiten zum Beispiel in der Küche

Anschließend teilen wir uns in internationale Kleingruppen auf und reden über die Bibeltexte. Einige Jugendliche gehen jetzt schon ihren Diensten nach, denn es muss z.B. Essen für 2000 Leute gekocht werden. Dann läutet es schon zum nächsten Gebet, um sich auf das Mittagessen vorzubereiten. Nach der Mittagspause geht es in die nächste Runde Bibelworkshops und danach eine Tee- und Kuchenpause. Für einige Jugendliche stehen nun wieder Dienste an, wie das Spülen der „Big Pots“ oder das Putzen der Toiletten.

Nacht der Lichter

Nach dem Abendessen findet ein besonders beindruckvolles Gebet statt, das bis in die Nacht hinein andauert. Viele lassen den Abend im „Oyak“ ausklingen. Taizé ist ein Muss für alle Jugendlichen, die Lust auf Gemeinschaft, Glaubensaustausch und besondere Erinnerungen haben.

„Viele Jugendlichen fanden die Gottesdienste schön, andere das internationale Flair“, fasst der Gemeindepädagoge Lutz Brückner-Heddrich, die Stimmen der Teilnehmenden zusammen. Daria Thoi ergänzt: „Die gemeinsame Fahrt hat sich nicht nur organisatorisch gelohnt. Mit einer ökumenischen Reisegruppe nach Taizé zu fahren, hat uns näher zusammengebracht, unseren Horizont geweitet und Lust auf mehr gemeinsame Projekte geweckt. So waren fast alle Jugendlichen beim Nachtreffen wieder da und bei dem Jugendgottesdienst am letzten Wochenende gab es schon die ersten Gegenbesuche. 

Die Organisatoren danken der Firma Waldabenteuer, der Ev. Kirchengemeinde Rheinböllen und der Ev. Jugend für die Bereitstellung der Kleinbusse und der kath. Hochschule in Mainz für die weiteren Busplätze