Friedensgebet "Zurück in die Zukunft" erinnerte an die Flutkatastrophe im Ahrtal

Der ökumenische Gebetskreis hat letzten Mittwoch das Friedensgebet unter dem Leitwort „Zurück für die Zukunft“ gefeiert. Die Teilnehmenden erinnerten an die Flutkatastrophe von 2021, deren Auswirkungen viele Menschen bis heute begleiten, und beteten für Frieden in einer von Krisen geprägten Welt.
Gedenken an die Flutnacht
Im Mittelpunkt stand der fünfte Jahrestag der Flut, die die Ahrregion, die Erft sowie Teile des Bitburger- und Trierer Raums schwer getroffen hat. Persönliche Erinnerungen machten deutlich, wie tief die Ereignisse nachwirken: Ein stiller Sommerabend an der Ahr – und wenige Stunden später eine Landschaft voller Zerstörung. Diese Eindrücke wurden im Gebet aufgegriffen und führten die Gruppe zurück zu den Wurzeln des gemeinsamen Erinnerns.
Ein Leitwort des Zusammenhalts
Das Leitwort „Zurück für die Zukunft“ stammt aus dem Buch Zusammenhalten von Jörg Myrer. Der ökumenische Gebetskreis griff die Gedanken des Zusammenhalts auf, die Myrer in seinem Gottesdienst zum Jahrestag betonte: Menschen haben mitangepackt, mitgetragen, mitgebetet – und miteinander gesprochen. Diese Haltung prägt das Miteinander bis heute.
Junge Menschen im Blick
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Situation junger Menschen. Eindrücke aus der Firmung im Brohltal zeigten, wie sehr die Krisenjahre – Pandemie, Isolation, weltweite Konflikte und die Flut – die Jugend geprägt haben. Viele verloren über Nacht ihre Schule und mussten unter schwierigen Bedingungen neu beginnen. Die Erfahrungen wirken bis heute nach.
Fürbitten für Frieden und Zukunft
In den Fürbitten wurden die Wunden der Vergangenheit, die Sehnsucht nach Frieden, die Herausforderungen der jungen Generation und die Verantwortung für die Schöpfung vor Gott getragen. Das gemeinsame Vaterunser und der Segen bildeten den Abschluss des Gebets.
Ein Gebet der Hoffnung
Das ökumenische Friedensgebet setzte ein Zeichen der Verbundenheit und des Mitgefühls. Es machte deutlich, dass die Folgen der Flut noch lange nicht überwunden sind – und dass gemeinsames Erinnern und solidarisches Handeln weiterhin notwendig bleiben.
