Rekordsammelergebnis bei der Sternsingeraktion 2026 in St. Lydia

Ein Winter, der forderte – und verband

Der Januar zeigte sich in diesem Jahr von seiner winterlichen Seite. Mancherorts lag frischer Schnee auf den Straßen, anderswo wehte ein kalter Wind durch die Gassen, und nicht selten fiel Regen, der Gewänder und Kronen durchnässte. Doch überall in der Pfarrei geschah dasselbe: Die Sternsinger rückten ihre Kronen zurecht, nahmen ihre Sterne in die Hand und gingen los.
Ob in kleinen Dörfern oder in den größeren Gemeinden – überall hörte man das vertraute Klopfen an den Türen und die Lieder, die seit Generationen weitergegeben werden. Die Kinder und Jugendlichen ließen sich nicht beirren. Ihr Mut und ihre Freude waren stärker als jedes Wetter.
Viele Orte – ein gemeinsamer Klang

In Rayerschied begann die Aktion in einer stillen Schneelandschaft, in Tiefenbach und Liebshausen trotzten die Gruppen eisigen Temperaturen, in Dichtelbach und Kümbdchen prägten Schnee und Kälte die Wege, und in Ravengiersburg und Oppertshausen waren die Sternsinger mit spürbarer Energie unterwegs.
Rheinböllen erlebte einen besonders lebendigen Sternsingersonntag, ergänzt durch eine Segenspost‑Aktion für Straßen, die nicht persönlich besucht werden konnten. Und in Simmern wurde die Aktion durch eine Erwachsenengruppe erweitert, die eindrucksvoll zeigte, dass Segen bringen keine Altersgrenze kennt.
Jeder Ort hatte seine eigene Atmosphäre – und doch klang überall derselbe Geist: Gemeinschaft, Offenheit und der Wunsch, etwas Gutes zu bewirken.
Begegnungen, die bleiben

Zu den bewegendsten Momenten gehörten die Besuche in Seniorenheimen und Einrichtungen. Im Puricelli‑Stift in Rheinböllen etwa warteten die Bewohnerinnen und Bewohner bereits an Türen und Fenstern. Lieder, Segen und ein paar Minuten gemeinsamer Zeit ließen Gesichter aufleuchten und erinnerten daran, wie wertvoll Nähe im Alltag ist.
Solche Begegnungen zeigen, dass die Sternsingeraktion weit mehr ist als eine Sammlung. Sie schafft Verbindung – zwischen Generationen, zwischen Häusern, zwischen Menschen.
Hinter den Kulissen: Viele Hände, ein Ziel

Während die Gruppen unterwegs waren, arbeiteten im Hintergrund zahlreiche Ehrenamtliche: Sie sortierten Gewänder, teilten Gruppen ein, bereiteten Gottesdienste vor, kochten Mittagessen, zählten Spenden und hielten organisatorische Fäden zusammen.
In fast jeder Gemeinde gab es Menschen, die dafür sorgten, dass die Aktion reibungslos verlief. Ihr Engagement ist das Fundament, auf dem die Sternsingeraktion ruht.
Dank aus dem Pastoralen Team

Gemeindereferentin Daria Thoi, die die Gesamtkoordination verantwortete, fasst den Einsatz der vielen Beteiligten so zusammen:
„Ihr habt den Segen zu den Menschen gebracht, Spenden gesammelt und auf die Situation arbeitender Kinder aufmerksam gemacht. Euer Engagement ist ein Segen für Kinder weltweit, die unsere Unterstützung brauchen. Wir danken Euch und Ihnen von Herzen für die aktive Durchführung und für den Segen, den ihr so vielen Menschen geschenkt habt.“
Gemeindereferentin Alina Schieferstein ergänzt:
„Die Sternsingeraktion zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie lebendig unsere Gemeinden sind. Was Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam auf die Beine stellen, ist ein starkes Zeichen von Glauben, Solidarität und Zusammenhalt.“
Ein Rekordergebnis für die Pfarrei

Die Pfarrei St. Lydia hat 2026 das beste Sammelergebnis der vergangenen Jahre erreicht. Mit 45.600,11 € wurde das Ergebnis des Vorjahres noch einmal übertroffen.
Diese Summe steht für unzählige geöffnete Türen, für Vertrauen, für Großzügigkeit – und für die gemeinsame Überzeugung, dass Kinder weltweit ein Recht auf Bildung und Schutz haben.
Ein Dank, der die ganze Pfarrei umfasst
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Sternsingerinnen und Sternsingern, allen Begleitpersonen, allen Ehrenamtlichen und allen, die mit offenen Türen und offenen Herzen dazu beigetragen haben, dass diese Aktion gelingen konnte.
Die Sternsingeraktion 2026 hat gezeigt, wie lebendig und verbunden die Pfarrei St. Lydia ist. Sie hat Licht in den Winter gebracht – und Hoffnung weit über unsere Gemeinden hinaus.
