"Kältefrei" gilt nicht für die Liebshausener Sternsinger


Liebshausen - Die diesjährige Sternssingeraktion wird den Liebshausener Sternsingerinnen und Sternsingern noch lange in Erinnerung bleiben – nicht nur wegen der guten Stimmung, sondern auch wegen der beeindruckenden Temperaturen. Während draußen eisige –9,6 °C herrschten und selbst die Kirche nur 3,3 °C erreichte, ließen sich 26 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nicht davon abhalten, den Segen Gottes in die Häuser zu tragen.
Mit leuchtenden Kronen und warm eingepackten Gewändern zogen die Könige feierlich in die Kirche ein. Die Aussendung übernahm Ulla Kruppa, die die Gruppen mit herzlichen Worten auf ihren Weg schickte. Für die musikalische Begleitung sorgte Gabriel Kruppa, der – wie in früheren Jahren – die Orgel erklingen ließ. Seine drei Kinder waren ebenfalls als Sternsinger unterwegs und verstärkten die lebendige Gemeinschaft.
Unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ sammelten die sechs Gruppen Spenden für Kinder in Bangladesch und setzten damit ein Zeichen gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Von Haus zu Haus brachten sie den Segen „Christus segne dieses Haus“ und wurden vielerorts mit großer Herzlichkeit empfangen.
Nach ihrem frostigen Einsatz wartete im warmen Backhaus eine wohlverdiente Stärkung: heiße Getränke, Gebäck und viele freundliche Worte. Die Freude über die „Schnuggelsachen“ war groß – und doch teilten die Kinder ihre Süßigkeiten wie selbstverständlich mit dem Obdachlosenhaus für Männer in Mainz, wo die Überraschung jedes Jahr für strahlende Gesichter sorgt.
Dank der Großzügigkeit der Liebshausenerinnen und Liebshausener konnten 2.210 Euro überwiesen werden. Ein herzliches Dankeschön gilt allen kleinen und großen Königen, den begleitenden Müttern, dem Organisten, Ulla Kruppa und Klaus Bockius – und natürlich allen Spenderinnen und Spendern.
Trotz klirrender Kälte war es wieder ein wärmender Tag für Herz und Gemeinschaft. In Liebshausen gilt eben:
Kältefrei? Nicht für unsere Sternsinger.
