Ein Abend voller Hoffnung

Abendlob in Rayerschied berührt mit starken Bildern und leisen Tönen
Rayerschied - Manchmal braucht es nur ein Licht, ein Lied oder eine kleine Geste, um Hoffnung neu zu spüren. Beim Abendlob in der Kirche in Rayerschied erlebten die Besucherinnen und Besucher genau das. In einer warmen, atmosphärischen Gestaltung führte das lokale Team durch einen Abend, der die Weihnachtsbotschaft noch einmal eindrücklich ins Zentrum rückte: Gott kommt im Kleinen – und gerade dort wächst neue Kraft.
Im Mittelpunkt standen die Begegnungen der Weihnachtsgeschichte, die als Hoffnungsbilder für die Gegenwart gedeutet wurden.
Maria und Elisabeth: Ein Raum zum Aufatmen
Zu Beginn richtete Andrea Sehn-Henn aus Benzweiler den Blick auf Maria und Elisabeth – zwei Frauen, die einander in einer Zeit der Unsicherheit stärken. Ihr Zusammentreffen wurde als Moment des Aufatmens beschrieben: Freude, Bestätigung und Gottes Nähe wurden spürbar. Der Impuls machte deutlich, wie sehr Menschen auch heute solche Räume brauchen, in denen Vertrauen wachsen kann.
Sterndeuter und Herodes: Zwei Wege, zwei Haltungen
Anschließend rückte Markus Koch aus Rayerschied die Sterndeuter in den Fokus. Ihre Suche – geprägt von Umwegen und Fragen, aber getragen vom Stern – wurde als Bild für heutige Lebenswege interpretiert. Besonders eindrücklich war die Gegenüberstellung mit Herodes: Hier der machtorientierte Herrscher, der das Kind als Bedrohung sieht; dort die Sterndeuter, die sich von Hoffnung leiten lassen und bereit sind, sich verändern zu lassen.
Ein moderner Gedanke wurde aufgenommen: In den USA ist der Satz „No Kings“ verbreitet – ein Ausdruck dafür, dass Macht nicht absolut sein darf. Der Impuls griff dies symbolisch auf, ohne politische Wertung: Herodes steht für Angst und Kontrolle, das Kind in der Krippe für Offenheit, Berührung und Hoffnung.
Gaben der Sterndeuter: Was ist uns heute wertvoll?

Ein weiterer Impuls durch Ulrike Nerkamp aus Rayerschied widmete sich den Gaben der Sterndeuter. Gold, Weihrauch und Myrrhe wurden historisch eingeordnet und zugleich mit heutigen Symbolen verknüpft: Was ist für uns kostbar? Welche Gesten schenken wir einander? Und wie können kleine Zeichen große Bedeutung entfalten?
Das unscheinbare Königtum Jesu
Das unscheinbare Königtum Jesu
Zum Abschluss wurde der Blick von Angelika Dötsch auf die Krippe gelenkt: kein Palast, keine Inszenierung, keine Machtgeste – sondern ein Kind, das Hoffnung bringt, gerade weil es anders ist als erwartet. Diese Perspektive verband die biblische Botschaft mit der Sehnsucht vieler Menschen nach einem menschlicheren Miteinander.
Musik und Symbolhandlung setzen Akzente

Musikalisch prägte die Gruppe Impulse aus Argenthal den Abend. Ihre einfühlsamen Lieder und Instrumentalstücke vertieften die Atmosphäre und trugen die Impulse.
Ein besonderes Zeichen setzte die gemeinsame Aktion mit Blumenzwiebeln und Wunschzetteln: Jede und jeder konnte einem anderen Menschen einen persönlichen Hoffnungswunsch mitgeben – ein kleines Symbol dafür, dass Hoffnung wächst, wenn wir sie miteinander teilen.

Diakon Harald Braun spendete den abschließenden Segen und stellte die Gemeinde unter Gottes Licht und Schutz. Im Anschluss lud das Vorbereitungsteam zu einem gemütlichen Beisammensein ein. Bei guten Gesprächen und kleinen Köstlichkeiten klang der Abend aus – ein Abend, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
- Mehr Informationen zum Abendlob gibt es im Internetauftritt der Pfarrei Simmern-Rheinböllen unter
www.st-lydia.de oder bei Andrea Sehn-Henn unter der Telefon-Nr.: 06766/8258.
